Das Massaker auf dem Meer…
…oder: Warum mein Mitgefühl sich in Grenzen hält…
Nachdem meine Tweets ein bisschen zu harsch und unverständlich waren hier nun der versprochene Blogeintrag:
Die bösen Israelis haben also mal wieder ein paar Leute hingerichtet.
Und dummerweise haben sie gleich noch einen Hilfskonvoi erwischt, mit angeblich unbewaffneten Passagieren.
Gut, bis hierhin ist die Geschichte wirklich nicht sauber. Wenn die Passagiere wirklich unbewaffnet und unschuldig waren, ist der oben genannte Einsatz nicht verhältnismässig und meines Erachtens echt zu verurteilen.
Aber was man nicht vergessen darf:
Der Gazastreifen wird nachwievor als Kriegsgebiet angesehen, wer sich dorthin begibt, sollte sich des Risikos bewusst sein.
Desweiteren wurden die Schiffe mehrmals angefunkt und gebeten, den Kurs zu verlassen und sind auf ihrem Kurs geblieben. Wen wundert es also, wenn die Israelis leicht angesäuert waren?
Es ist doch so: Bereits in der Wachdienstausbildung in der schweizer Armee, lernt man, dass nach der mündlichen Warnung ein Warnschuss abgegeben und danach auf den “Angreifer” geschossen werden darf.
Klar sind Schiffe mit Hilfsgütern keine Bedrohung. Aber sind wir ehrlich: Woher will man heute wissen, ob ein Schiff, welches angibt, Hilfsmittel geladen zu haben, auch wirklich die angegebene Ware an Bord hat?
Und: Was würdet Ihr machen, wenn Ihr etwas bewacht, sich jemand diesem Objekt nähert und trotz mehrmaligem Auffordern nicht stehen bleibt? Ihn einfach weiterlaufen lassen? Obwohl er eine Bedrohung sein könnte?
Zudem gibt es Berichte in denen gesagt wird, dass die Passagiere die Militärs angegriffen haben. Wenn das stimmt, ist es schon fast wieder verständlich, dass geschossen wurde.
Also, bevor man nun die Israelis als einzige Schuldige hinstellt, sollte man auch hier mal nachdenken und, wie mir einer meiner Follower gesagt hat, differenzieren.
Fazit: Ich bin mir bewusst, dass meine Tweets ein wenig sehr extrem waren, ich verurteile den Übergriff, wenn die Passagiere wirklich unschuldig waren, aber ich habe auch ein gewisses Verständnis für die israelische Armee, welche im Prinzip nur ihren Job gemacht hat, wenn auch nicht korrekt.



